Bewegen · Lösen · Regulieren
Schröpfen ist ein traditionelles Behandlungsverfahren, das sowohl in der chinesischen Medizin als auch in verschiedenen europäischen Medizinsystemen eine lange Geschichte hat.
Dabei werden Schröpfgläser direkt auf die Haut gesetzt. Durch Unterdruck wird die Haut mit dem darunterliegenden Gewebe in das Schröpfglas angehoben. Dadurch entsteht ein lokaler mechanischer Reiz, der die Durchblutung im behandelten Bereich beeinflusst und auf Haut, Bindegewebe und Muskulatur wirkt.
Je nach Behandlungsziel können die Gläser für einige Minuten an bestimmten Stellen verbleiben oder als Schröpfmassage über die eingeölte Haut bewegt werden.
Schröpfen in der TCM
In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird Schröpfen häufig entlang bestimmter Meridiane, Akupunkturpunkte und Körperregionen eingesetzt.
Traditionell wird dies mit Begriffen wie dem Bewegen von Qi und Blut (Xue) sowie dem Lösen von Stagnationen beschrieben. Diese Begriffe gehören zum traditionellen Erklärungsmodell der TCM und sind nicht mit anatomischen Blutgefäßen oder modernen physiologischen Mechanismen gleichzusetzen.
Wann setzen wir Schröpfen ein?
In unserer Praxis verwenden wir Schröpfen vor allem als ergänzende Methode der manuellen Behandlung, beispielsweise bei
- muskulären Verspannungen,
- Beschwerden im Nacken-, Schulter- und Rückenbereich,
- eingeschränkter Beweglichkeit,
- körperlichen Spannungszuständen.
Je nach individueller Situation kann Schröpfen mit Tuina, Shiatsu oder Moxibustion kombiniert werden.
Was passiert nach dem Schröpfen?
Durch den Unterdruck können vorübergehend kreisrunde Rötungen oder Verfärbungen der Haut entstehen. Diese sind eine typische Reaktion auf das Schröpfen und verschwinden normalerweise wieder.
Vor der Behandlung wird geprüft, ob Schröpfen für die jeweilige Person und Situation geeignet ist.
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